Suche


erweiterte Suche



 Menü
 Unser Lexikon

 Risikoschwangerschaft

 Frühgeburt und Intensivzeit

 Komplikationen und Therapien

 Pumpstillen und Stillen bei Frühchen

 Flasche, Sonde & Co. - Ernährung

 Frühchen & Entlassung - Nachsorge und Frühchengesundheit

 Rund ums`s Baby

 Frühchen`s Schlaf und Tragen

 Reha / Hilfsmittel

 Tracheotomie - Luftröhrenschnitt bei Kindern

 Krankengymnastik ~ Physio und weitere Therapien

 ambulante Pflegedienste

 Frühchen - News

 Buchtipps

 Downloads

 Impressum


 Suche


erweiterte Suche

 
Besucher gesamt: 130.075
Besucher heute: 14
Besucher gestern: 132
Max. Besucher pro Tag: 316
gerade online: 0
max. online: 16
Seitenaufrufe gesamt: 413.938
Seitenaufrufe diese Seite: 220
counter   Statistiken



  

 
BeitragVerfasst: 08.07.2007, 13:05 

Registriert: 20.06.2007, 00:27
Beiträge: 227
Wohnort: der hohe Norden :-)
Blog: Blog lesen (1)
Soormykose

Unter einer Soormykose versteht man einen Befall der Schleimhäute durch den Sproßpilz Candida albicans.

Diese Infektion wird entweder unter der Geburt oder anschließend (postpartal) durch Kontamination (Verunreinigung) von verschiedenen Gegenständen übertragen.
Da sich der Sproßpilz z.B. im Kondenswasser von Verneblerschläuchen, auf der Bettwäsche, auf Händen, unsachgemäß gereinigten und sterilisierten Saugern sowie auf Spielzeug befindet, ist eine Aufnahme dieses Erregers relativ einfach.

Vor allem Frühgeborene und reife Neugeborene mit momentaner Abwehrschwäche, beatmete und parenteral ernährte Patienten mit antibiotischer Therapie sind für einen "Soor" anfällig.

Bei oraler Aufnahme wird zuerst die Mundschleimhaut besiedelt, wandert weiter bis in den Magen-Darm-Trakt und besiedelt dann die Haut im Windelbereich.


Symptome
  • weißliche, schwer ablösbare Beläge auf der Mundschleimhaut
  • rötliche Flecken auf der Haut im Windelbereich
  • nässende, blutende Hautablederungen imWindelbereich
  • Schmerzen an den betroffenen Stellen

Zur Diagnose wird ein Hautabstrich gemacht.

Therapie
Bei Befall ist eine konsequente lokale antimykotische Behandlung
(gegen Pilzinfektionen) nötig.

Zur Behandlung der Mund- und Darmschleimhaut werden orale Antimykotika verordnet, welche mit Hilfe eines Watteträgers auf die Mundschleimhaut afgetragen werden muß. Zusätlich sollte die verordnete Menge mit Hilfe einer Pipette (meist als Dosierhilfe in der Packung beiliegend) nach jeder Nahrungsaufnahme verabreicht werden, um die gesamte Darmschleimhaut zu benetzen.

Auf die betroffenen Hautareale werden antimykotische Salben aufgetragen. Weiter werden oft gerbende Badezusäte (z.B. Kaliumpermanganat) verordnet, denn die betroffenen Hautbezirke müssen ausgetrocknet werden.

Deshalb ist es auch wichtig darauf zu achten, daß keine "Feuchten Kammern" entstehenn. Denn der Sproßpilz bevorzugt dieses warme feuchte Milieu.
Es ist günstig die Kinder offen, ohne Windel, zu lagern. Ansonsten ist häufiges Wickeln in kurzen Abständen indiziert. Die Zusätzliche Anwendung von Rotlicht begünstigt den Heilungsprozess (dabei auf den ausreichenden Abstand zum Kind achten, um Verbrennungen zu vermeiden).
Die vorsichtige Reinigung sollte möglichst nur mit Wasser erfolgen.

In der Klinik sollte Handschuhpflege erfolgen, bzw. die Eltern sollten auf eine korrekte Händereinigung und -desinfektion achten, um eine Ansteckung anderer Kinder und auch einer weiteren Infektion vorzubeugen.
Zum Beispiel: Ist ein Kind an Windelsoor erkrankt und es wird nicht hygienisch gearbeitet, d.h. nach dem Wickeln werden die Hände nicht korrekt desinfiziert, dann kommt es höchstwahrscheinlich zu einem Soorbefall im Mundbereich, da sich der Sproßpilz noch an den, im Gesicht strichelnden oder Schnulleranfassenden Händen, befindet.
Außerdem sollte bei Mundsoor zu jeder Mahlzeit ein neuer Sauger genommen werden. In der Klinik werden diese weggeschmissen, zu Hause sollten sie sterilisiert werden.


Komplikationen
Wenn es zu großen offenen Stellen kommt, können die Sproßpilze in die Blutbahn gelangen und eine Soorsepsis auslösen, welche bei nichtbehandlung Lebensbedrohlich werden können.
Damit ist eine stationäre, gut überwachte, intravenöseVerabreichung antimykotischer Medikamente notwendig. (per Infusion)


Nach oben
  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast



Suche nach:
 Link zu uns
Benutze bitte diesen Link um Frühgeburt - Frühchen Portal ~ Informationen Frühgeborene, Neonatologie, Intensivzeit, Stillen bei dir zu verlinken:



 Meine Homepage
Achtung: Dies ist die (ebenfalls kostenlose) Registrierung für eine eigene Homepage! Du möchtest dich im Elternforum registrieren? Dann klicke bitte >>hier<<



Homepageregistrierung:

Benutzername:


Passwort:


Mich bei jedem Besuch automatisch anmelden



 * Registrieren


cron

Was bedeutet das?

Alle Bilder, Grafiken,Texte und sonstige Inhalte unterliegen unserem © (fruehchen-portal.de) bzw. den jeweiligen Beitragsverfassern.
Zuwiderhandlungen werden rechtlich verfolgt. Einige Grafiken wurden uns zur Verfügung gestellt, das © liegt bei den jeweiligen Besitzern.


Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Optimized by SEO phpBB
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de