KOPFVERLETZUNGEN
Kopfverletzungen sind vor allem zwischen dem 2. und dem 10. Lebensjahr sehr häufig. Von einer Beule am Kopf bis zu schwersten Gehirnblutungen ist jede Verletzungsform möglich.
Da Kleinkinder ihre Schmerzen nicht richtig artikulieren können (ca. bis zum 3 Lebensjahr), ist besonders in dieser Altersgruppe höchste Vorsicht nach Stürzen geboten. Solch kleine Kinder gehören nach einem Sturz genau Untersucht (Wunden, Beulen, etc.) und in Folge, sollte kein KH aufgesucht werden können, über längere Zeit in ihrem Verhalten beobachtet, da es bei Kopfverletzungen zu symptomfreien Intervallen kommen kann!
Im Zweifelsfall ist zur Abklärung und einer möglichen stationären Beobachtung ein KH aufzusuchen.
Ursachen:

Sturz vom Wickeltisch (häufigste Ursache für Kopfverletzungen)

Sturz aus der Tragetasche

Sturz aus dem Gitterbett und Stockbett

Sturz mit der fahrbaren Gehschule

Sturz mit dem Kindersessel

Umstürzen schwerer Gegenstände

Sturz aus dem Fenster

Kopfverletzungen nach Verkehrsunfällen
Gefahren
Bei Gewalteinwirkung auf den Kopf:

Gehirnerschütterung

Gehirnquetschung

Gehirnblutung
An eine ernstere Verletzung ist zu denken, wenn nach einem Unfall eines oder mehrere der folgenden Symptomen auftreten:

Bewusstlosigkeit (ev. nur für sekunden)----- Notarztindikation

Übelkeit und Erbrechen

starke Kopfschmerzen
Erste Hilfe
BAK (Kontrolle Bewusstsein/Atmung/Kreislauf) ----- die entsprechenden Lebensrettendn Sofortmaßnahmen durchführen
Bei erhaltenem Bewusstsein

Eine eventuell vorhandene Wunde keimfrei bedecken

Kopf, Oberkörper erhöht Lagern

Atem und Kreislaufkontrolle in kurzen Abständen

Notruf

Schockbekämpfung (keinesfalls Beine Hochlagern)
Bei Bewusstlosigkeit

Stabile Seitenlagerung, (Säuglinge in Bauchseitenlage bringen)

Notruf (Notarzt erforderlich!)

Atem und Kreislaufkontrolle in kurzen Abständen
Vorbeugung

Keinen Blick vom Kind wenden, wenn es nicht gegen Absturz gesichert ist. Beim Wickeln sollte alles bereit stehen, bevor das Kind auf den Wickeltisch gelegt wird.

Keinesfalls sollte ein Säugling auch nur einen Augenblick auf dem Wickeltisch unbeachtet liegen.

In der Tragetasche wird das Kind so fixiert, das es nicht heraustürzen kann

Befestigung des dem Alter angepassten Kindersitzes mittels Gurte auf dem Autositz.

Gitterbetten schützen Kinder nur, wenn das Gitter geschlossen ist. Sobald die Kinder stehen können, muss die Matratze so weit abgesenkt werden, dass das Kleinkind nicht über das Gitter stürzen kann.

Kinder müssen auch vor dem Herausfallen aus Stockbetten geschützt werden, da bereits ein Sturz aus geringer Höhe zu schweren Verletzungen führen kann.
Die Möbel des Kinderzimmers sollten keine scharfen Kanten und Ecken haben, da sich Kinder beim Laufen leicht daran Verletzen. Vor allem Lippen- und Zahnverletzungen kommen häufig vor (Kantenschutz)

Wenn das Kind nicht immer beaufsichtigt werden kann, wird es besser in einer nicht fahrbahren Gehschule untergebracht.

der Kindersessel muss am Tisch befestigt werden. Entweder dadurch, dass er so unter die Tischplatte geschoben wird, dass er nicht umstürzen kann, oder er wird durch kleine Ketten mit Karabinern befestigt.

regale sollen in der Wnad verankert sein. Fernsehapperate oder andere schwere Gegenstände müssen so gestellt werden, dass sie nicht auf Kinder stürzen könen, wenn diese daran aus Neugierde hantieren sollten.

Stiegen sollten durch Stiegengitter gesichert werden, welche das Kind nicht alleine öffnen kann. Die Abstände zwischen den Gitterstäben, welche Fenster, Balkone ider Stiegen absichern, müssen kleiner sein als der Abstand zwischen Kinderohren.

Bei Schlafenden Kindern wegen der Strangulationsgefahr Keine Schnuller mit Band verwenden.