
Rotaviren sind die häufigste Ursache für Magen- Darmerkrankungen (Gastroenteritis). Ihren Namen erhielten sie aufgrund ihres Aussehens im Elektronenmikroskop, wo sie wie ein Rad mit Speichen aussehen (lat. Rota = Rad).
Fast alle Kinder erkranken bis zu einem Alter von 3 Jahren an einer Rotavirus-Infektion. Weltweit lösen Rotaviren mehr als 70% der schweren Durchfallerkrankungen bei Kindern aus und sind damit die häufigste Ursache von Darminfektionen in dieser Altersgruppe.
Die Ursache hierfür ist eine noch fehlende Immunität gegen die Viren (im Laufe der ersten Lebensjahre werden infolge von Kontakten mit Rotaviren zunehmend Antikörper gebildet), daher sind Frühchen besonders anfällig. Sie kommen ohne Antikörper zur Welt, da diese erst ab der 32. Schwangerschaftswoche über die Plazenta auf das Kind übergehen.
Es kann je nach Schwere zu milden Bauchschmerzen, leichten Durchfällen (=Diarrhoe) bis zu wässerigem Durchfall mit zum Teil schwerem Erbrechen und Fieber bis über 40°C kommen.
Die Symptome unterscheiden sich i.d.R nicht von anderen Magen-Darm Erkrankungen, der Verlauf ist allerdings meist bei Frühchen schwerer. Nach Ablauf der Infektion lassen sich Antikörper gegen den Rotavirus nachweisen.
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