
Die Lebensmittelindustrie hat eine neue Zielgruppe entdeckt: Baby-Puddings und Milchdesserts gibt es jetzt schon für Säuglinge ab dem siebten Monat. Experten halten diese Produkte nicht nur für überflüssig, sondern sogar für schädlich.
Säuglinge bekommen neben Mutter- oder Flaschenmilch ab dem sechsten Lebensmonat allmählich Beikost. Ernährungswissenschaftler sind sich einig, was für die optimale Entwicklung der Kleinen ideal ist (siehe unten). Baby-Pudding oder Fruchtzwerge mit einer extra Portion Milch und Calcium gehören sicher nicht dazu. Doch mit speziellen Kinderlebensmitteln lässt sich nun einmal viel Geld verdienen. Daher wundert es kaum, dass bereits für erst sieben bzw. acht Monate alte Babys immer mehr eigens kreierte Zwischenmahlzeiten und Desserts auf dem Markt sind. Sie enthalten als wesentlichen Bestandteil Kuhmilch oder Kuhmilchprodukte. "Joghurt-" oder "Quark-Töpfchen", "Früchte Duett" oder "Meine ersten Fruchtzwerge" werben mit Formulierungen wie "speziell auf die besonderen Ernährungsbedürfnisse von Babys abgestimmt" oder "So sieht eine gesunde Babyzwischenmahlzeit aus!". Die Werbesprüche suggerieren den Eltern, die Produkte seien die optimale Ergänzung zum normalen Speiseplan. Selbst kritische Eltern lassen sich durch das geschickte Marketing verunsichern, ob ihre Kleinsten nicht doch von dem Angebot profitieren. Doch Profit machen einzig die Hersteller.
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