
Eine schöne und unkomplizierte Variante, auch Zuhause viel Körperkontakt zu ermöglichen ist, das Baby/Kind im Tragetuch zu tragen. Nicht nur, das die kleinen ihrem Bedürfnis nach Nähe nachkommen und ihren "Aufholbedarf" gut kompensieren können, ebenso ist es auch bequem für die Mama, die beide Hände frei hat und ihren alltäglichen Pflichten nachkommen kann.
Vorteile des Tragens:
- Puls und Atmung sind ruhiger, passen sich dem der Mutter an
- sehr gut für die Entwicklung und Reife des Gehirns
- gut für Mama`s Rücken und Baby`s Hüfte
- sehr beruhigend fürs Kind
Nachteile
Ja, Nachteile gibt es auch! Diese aber nur dann, wenn die falsche Tragehilfe gewählt wird. Wenn Du trotz mehrmaliger Versuche das Tuch nicht binden kannst, ständig Rückenschmerzen hast und insgesamt das Tragen für euch zum Desaster wird, solltest du schauen, ob ihr wirklich die richtige Tragehilfe habt! Nicht immer sind die viel beworbenen Tragehilfen die besten.
Was muss ein gutes Tragetuch haben/können?
- Trageberaterinnen empfehlen, ein Tuch, welches diagonalelastisch gewebt ist, die sogenannte "Kreuzköper"-Technik.
- Die Tuchkanten sollten doppelt umnäht sein.
- Die Rohbaumwolle sollte selbstredend frei von Pestiziden und Insektiziden sein.
- Das Tuch muß mit ungiftigen und schwermetallfreien und hautverträglichen Farben eingefärbt sein.
- Das Gewebe sollte nicht vorgebleicht, chemisch ausgerüstet oder in irgendeiner Weise nachbehandelt worden sein.
Was sollte ich vermeiden oder worauf muss ich achten?
Die wichtigsten "dont`s":
- die Beine des Kindes dürfen nicht herabhängen (Zeichen dafür, das falsch gebunden oder die falsche Tragehilfe ausgewählt wurde). Dies kann im schlimmsten Fall eine Hüftdysplasie begünstigen.
Diese Tragehilfe ist völlig ungeeignet. Die Beine des Kindes hängen herab, der Kopf ist nicht gestützt, die Geschlechtsteile werden u.Ust. abgequetscht, der Rücken ist nicht rund, die natürliche und für die körperliche Entwicklung normal-und wichtige Spreiz-Anhock-Stellung ist nicht gegeben. Zudem ist diese Art und Weise zu tragen auch für die tragende Person sehr unbequem oder auch schmerzhaft. Mama und Kind wurden natürlich direkt nach dem Foto "erlöst" ;o)
- ein Säugling sollte nicht mit dem Gesicht nach vorne getragen werden. Automatisch wird hier eine unnatürliche Haltung provoziert. Ein nach vorne getragenes Baby hat automatisch ein Hohlkreuz, kann nicht die korrekte Spreiz-Anhock Haltung einnehmen, der Kopf hat nicht genügend halt und es strömen zuviele Sinneseindrücke auf den Säugling ein ("Reizüberflutung"). Ebenso hängen in dieser Haltung die Beine herab - dies ist, wie bereits erwähnt, schlecht für die Hüften, die Beine können einschlafen (Mangeldurchblutung).
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